Für eine emanzipatorische Jugendarbeit in Berlin

+ + + + Jugendarbeit Berlin – Ergebnisse zur Umfrage der (Wieder)-Eröffnung von Berliner Kinder- und Jugendarbeit liegen endlich vor! + + + _________________________________________________

Offene Kinder- und Jugendarbeit Berlin

Es wird Herbst! Und es knirscht!

Die Strickenjackenzeit beginnt und die Kinder- und Jugendeinrichtungen in Berlin werden wieder voller. Nach wie vor befindet sich die Welt und damit auch die Jugendarbeitslandschaft in unseren Bezirken im Corona-Modus. Kinder und Jugendliche, genauso wie wir, stehen vor Herausforderungen.

Das Rundschreiben von SenBJF zum Umgang mit der Corona-Pandemie für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist vom 10. Juni 2020. Bis heute gibt es seitens der Landesregierung keine Neuigkeiten für unsere Arbeit! Wir haben die zuständige Senatsverwaltung bereits gebeten, eine Aktualisierung – bestenfalls unter Beteiligung der praktischen Jugendarbeit – vorzunehmen. Für das nächste Plenum der LAG OKJA Berlin am 20.11.2020 wurden auch Verantwortliche aus Politik und Verwaltung zu dem Thema „Corona, Jugendarbeit und Berlin“ eingeladen. Auch die Ergebnisse der großen LAG-Umfrage zur Wiedereröffnung der Berliner- und Jugendfreizeiteinrichtungen liegen endlich vor und können eingesehen werden:

Jugendarbeitspolitische Initiativen aus den Bezirken gibt es ebenfalls! Überbezirklich und in gemeinsamer Solidarität. Wir finden das großartig und arbeiten mit den AG78 Kinder- und Jugendarbeit in den Bezirken zusammen. Diese tollen Stellungnahmen laden ein zum Nachmachen und Weitersagen;

Ansonsten treffen wir uns wie immer in den Arbeitsgruppen, bei digitalen Fachtagen oder im Rahmen unserer Stammtische, zu dem wir im September sehr herzlich einladen wollen:

Stammtisch Jugendarbeit
Dienstag, 20.10.2020 um 19:30 Uhr
Coco Liebe Berlin

Richardstraße 107, 10243 Berlin

Ein letzter und wichtiger Hinweis von uns: Wir sind Mitunterzeichnende eines gemeinsamen Offenen Briefes zur Berliner Kinder- und Jugendhilfe an Senatorin Scheeres und Senator Kollatz. Wir fordern unter anderem:

  • die Unterlassung jedweder weiterer Diskussionen über nachträgliche Rücknahmen oder Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe,
  • die deutliche Verbesserung und Intensivierung der Kommunikation mit allen Trägern,
  • eine transparente, partizipative und aus- schließlich antizipativ/progressiv ausgerichtete Kommunikation und Entscheidungsfindung mit den Trägern sozialer Arbeit – mit allen relevanten Dachorganisationen,
  • die vollständige Gleichbehandlung sämtlicher Träger der sozialen Arbeit im Land Berlin mit Niederschlag in vollständiger Finanzierung und Refinanzierung der Hauptstadtzulage für sämtliche Träger der sozialen Arbeit.

Bleibt mutig – Team LAG OKJA Berlin

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Gründung am 11. Dezember 2019

Etwa 50 Berliner Kinder- und Jugendarbeiter*innen sind am 11. Dezember 2019 um 18:00 Uhr im Jugendclub Skandal zusammengekommen und haben gemeinsam die „Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit“ im Bundesland Berlin gegründet (LAG OKJA Berlin).

12 Bezirke, ein Thema: Offene Kinder- und Jugendarbeit.

In der zweistündigen Gründungsveranstaltung wurde sich kritisch mit dem derzeitigen Diskurs der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in den Berliner Bezirken auseinandergesetzt. In fünf Panels wurden kritische Themen und Thesen aus der Praxis heraus identifiziert, um an ihnen solidarisch und überbezirklich – als gemeinsame Selbst-verpflichtung – weiterzuarbeiten. Protokoll und Themensammlung folgen in Kürze.

Themen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Berlin.

Die engagierte Teilnahme von Praktiker*innen dokumentiert das emanzipatorische Pfund der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Berlin: Was ist unser Auftrag? Wie wollen wir mit Schulen kooperieren? Welchen Blick haben wir auf die Verdrängung von jungen Menschen? Wird Offene Kinder- und Jugendarbeit bei der Verdichtung von Wohnraum mitgedacht? Bringen wir uns aktiv (genug) in diese und andere Entwicklungen ein oder geht uns das nichts an? Welche Jugendclubs wollen Kinder und Jugendliche in dieser Stadt? Und wie steht all das im Verhält-nis zur Bürokratisierung von Sozialer Arbeit? Dem abendlichen Kickern mit Jugendlichen? Oder dem wöchentlichen Rap-Workshop für Lücke-Kinder aus dem Kiez? Es gibt viele Themen, die auf ein gemeinsames Ringen und gemeinsame Forderungen warten.

Das politische Mandat von Offener Kinder- und Jugendarbeit.

Nicht nur die Gefährdung von Jugendclubs geht uns alle an und braucht breite und solidarische Schultern: Die Kinder- und Jugendarbeit hat ein (fach)politisches (Tripple-)Mandat, dass wir Jugendarbeiter*innen (mit)gestalten wollen. Denn „letztlich entscheidet sich in der Praxis, welchem Auftrag sich die Soziale Arbeit und mit ihr die Kinder- und Jugendarbeit verpflichtet fühlt, welches Menschen- und Politikbild sie in ihrem professionellen Handeln zugrunde legt.“


In Kontakt treten

Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Berlin
jugendarbeit@berlin.de
http://www.berlin-jugendarbeit.com

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Aktuelle Informationen zum Jugendfördergesetz gibt es hier.


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